Einstieg

Investieren ist gelöst. Offen sind Ihre Ziele.

Dieses Programm ist die ARISE-Strecke, geordnet nach dem Gespräch: Jede Rubrik links ist ein Thema oder ein Rechner — abrufbar an dem Punkt, an dem es passt. Nichts muss der Reihe nach gezeigt werden; die Reihenfolge bestimmt das Gespräch.

Wo das Gespräch beginnt, entscheidet die Tür

TürAusgangslageErster Halt
Einsteigerhat noch nicht (richtig) investiert — will guten Gewissens beginnenRubrik Die Mythen, dann Erkenntnis, dann Ziele
Optimiererinvestiert bereits — will es bestmöglich machenRubrik Setup-Check, dann direkt Ziele

Beide Türen führen zum selben Punkt: die Ziele in Zahleni.

Intern · Regie Modus „Präsentation" blendet alle Regie-Boxen aus. Faustregel je Rubrik: Kernsatz sagen → zeigen (Rechner/Kapitel) → eine Zahl stehen lassen → weiter. Nie mehr als eine Rubrik pro Frage des Kunden. Der Haken-Moment kommt meist früh — Antwort mündlich (siehe Rubrik Regelauftrag & Service, intern).
Einstieg · Tür 1

Zehn Mythen, zehn Verdikte — übrig bleibt die Methode.

Kann ich guten Gewissens investieren?Strecke · Kapitel 00

Markt-Timing, Stockpicking, Dividenden, Immobilien, „schlechter Zeitpunkt" — jede Karte: Behauptung → Beweis → Verdikt, mit Quelle. Erst wenn die Mythen weg sind, ist der Kopf frei für Ziele statt Produkte.

Intern Nicht alle zehn durchgehen — die zwei bis drei ansteuern, die der Kunde selbst mitbringt (fast immer: Timing, Stockpicking oder Immobilien). Der Dividenden-Mythos hat einen eigenen Mini-Rechner. Jede Karte trägt ihren Quellen-Chip — die Quelle laut nennen, nicht bewerten.
Einstieg · Tür 2

Setup-Check: das Bestehende, Zahl gegen Zahl.

Mache ich es schon bestmöglich?Modul geplant

Der Optimierer bekommt keinen Vortrag, sondern einen Vergleich: sein Depot oder seine Polizze gegen die Referenzstruktur — Kosten, Steuerwirkung, Struktur, Disziplin-Mechanik, in Einzahlungs- und Auszahlungsphase.

Gerüst-Rubrik — das Modul existiert noch nicht. Vorgesehener Aufbau:

Was der Check prüft (vier Zeilen, je eine Zahl)

  • Kosten: laufende Gesamtkosten des Bestands gegen die Referenz — Wirkung über die Restlaufzeit in Euro.
  • Steuer: KESt-Behandlung des Bestands gegen den Mantel (27,5 % laufend vs. 4 % einmalig) — Wirkung vor allem in der Entnahme.
  • Struktur: Streuung und Klumpen (Einzeltitel, Heimatmarkt, Themenfonds) gegen All-Cap-Global.
  • Disziplin: Wer schichtet um, nach welcher Regel, mit welchem Protokoll? Meist: niemand.

Mitzubringen: Depotauszug bzw. Polizzenstand. Ergebnisform: je Zeile Bestand / Referenz / Differenz in Euro — und die ehrliche Zeile, wo der Bestand gleichauf oder besser ist.

Intern Ehrlichkeits-Regel gilt hier besonders: die Zeile, in der sein Setup gut ist, zuerst nennen. Das kauft die Glaubwürdigkeit für die anderen drei.
Erkenntnis

Warum rational investieren alternativlos ist.

Strecke · Kapitel 01–02

Die Prämisse (was der Markt langfristig liefert und warum) und der Umbruch (was sich strukturell geändert hat). Der Unterbau für alles Weitere — kurz zeigen, nicht dozieren.

Erkenntnis

Die Landkarte der Anlageklassen.

Wo bin ich hier überhaupt?Strecke · Kapitel 03

Ein Bild statt zehn Produktnamen: welche Anlageklassen es gibt, was sie historisch liefern, wo die vier Töpfe später andocken.

Erkenntnis · Beweis

125 Jahre, alle Startzeitpunkte — die Haltedauer ist der Risikoregler.

Wie sicher ist das?Rechner · Zeitstrahl 1900–2025

Fünf Strategien über jeden Startzeitpunkt seit 1900: Wertverlauf, Rückgänge, Schwankung, Verteilung. Die Kernzahl: kein verlorenes 20-Jahres-Fenster.

Intern Erst Wertverlauf, dann auf „Rückgang" umschalten — der Kunde soll die Einbrüche sehen, bevor er sie erlebt. Danach die Verteilungs-Auswertung: die Aussage entsteht aus der Gesamtheit der Fenster, nicht aus einem gewählten Ausschnitt.
Erkenntnis · Beweis

Rebalancing: die ungewollte Abweichung einfangen, die gewollte behalten.

Was heißt „betreut" konkret?Rechner · Methodenvergleich

Ohne / jährlich / Band — der Demonstrator zeigt Mechanik und Prämie. Hier wird zum ersten Mal sichtbar, was der laufende Service leistet.

Intern Sprachregelung: zwei Abweichungen trennen — die gewollte (Struktur) bleibt, die ungewollte (Drift) wird eingefangen. „Den Index pflegt der Markt für Sie. Ihre Struktur pflegt niemand außer mir." Seltener, nicht öfter: Bandregel statt Kalender.
Ziele · Kernwerkzeug

Das Leben in Zahlen: vier Töpfe, Beträge, Horizonte, Flexibilität.

Was sind meine Ziele — und reicht es?Wie flexibel bleibe ich?Modul geplant · Interim vorhanden

Gemeinsam durchgehen, wie das Leben idealerweise laufen soll — und jedes Ziel bekommt Betrag, Horizont und Flexibilitätsgrad. Was hier steht, ist Protokoll und Planungsgrundlage zugleich.

Gerüst-Rubrik — das eine fehlende Kernwerkzeug. Vorgesehener Aufbau:

Ziel-Erfassung v1 (zu bauen)

  • Vier Töpfe nebeneinander, je: Zielbetrag, Zieltermin, Flexibilität (jederzeit / planmäßig / gebunden), Notiz.
  • Sofort-Hochrechnung je Topf: was der Betrag monatlich braucht bzw. was der Beitrag ergibt — mit Bandbreite in Wahrscheinlichkeitssprache.
  • Die Querfrage als eigenes Feld: Wie flexibel wollen Sie wo sein — und wie soll sich die Lebenssituation entsprechend gestalten?
  • Drei Funktionen: im Gespräch befüllt (Protokoll) · an der Wand gezeigt (Darstellung) · per Knopfdruck als Zusammenfassung exportiert.
  • Fall-Datei: speichern/laden als JSON — Vorstufe der Kundendatenbank.
Interim: Protokoll im Studio
Ziele · Topf 1 · laufend

Sicherheit zuerst: die Lebensrisiken, bevor investiert wird.

Durchsicht · Umsetzung beim Kollegen

Kein Investment trägt, wenn ein existenzielles Risiko offen ist. Die Absicherung wird gemeinsam durchgesehen; die Umsetzung übernimmt ein spezialisierter Kollege.

Gerüst-Rubrik — Checkliste als Erstfassung:

Die Durchsicht (Reihenfolge nach Existenzrisiko)

  • Haftpflicht — das größte Einzelrisiko, die billigste Deckung.
  • Berufsunfähigkeit / Erwerbsausfall — das Einkommen ist der Motor aller vier Töpfe.
  • Existenzielle Sachrisiken (je nach Lage: Eigenheim, Betrieb).
  • Hinterbliebene — nur wenn jemand vom Einkommen abhängt; Risikoablebensversicherung statt Sparprodukt.
  • Was hier nicht hingehört: kapitalbildende Versicherungen als „Sicherheit" — Sparen und Absichern werden getrennt.

Ergebnis: eine Zeile pro Punkt — vorhanden / Lücke / überversichert — und die Übergabe an den Kollegen mit klarer Aufgabenliste.

Ziele · Topf 2 · 0–3 Jahre

Kurzfristig: Kaufkraft halten, verfügbar bleiben.

Geldmarkt

Reserve und kurzfristige Beträge schwanken nicht mit dem Aktienmarkt. Ziel ist Kaufkraft-Erhalt über der Inflation plus tägliche Verfügbarkeit — nicht Rendite. In der Lebenslinie ist das der dritte Baustein: er übernimmt automatisch, sobald die Restdauer sehr kurz wird.

Intern Der konkrete Geldmarktfonds ist noch nicht festgelegt (offener Punkt, mit Danler). Bis dahin: Mechanik zeigen, Produkt offenlassen.
Ziele · Topf 3 · ~3–15 Jahre

Eigenkapital: zum Zieltermin verlässlich da — nicht konjunkturabhängig.

Reicht es für den Kredit?FLV ungezillmert vs. Depot + Fahrplan

Das mittelfristige Ziel ist praktisch immer die Eigenkapitalquote für den Kredit. Zwei Entscheidungen: das Gefäß (ungezillmerte FLV gegen Wertpapierdepot, Zahl gegen Zahl) — und der Umschichtungs-Fahrplan: mit sinkender Restdauer wird planmäßig konservativer gestellt, damit der Zieltermin nicht vom Marktzustand abhängt. Wann und wie, steht fest, bevor es so weit ist — und wird ausgeführt und protokolliert.

Teil-Gerüst — der Vergleichsrechner existiert, die geführte Ansicht mit Fahrplan fehlt:

EK-Modul v1 (zu bauen)

  • Eingabe: Zielbetrag, Zieltermin, monatlich möglich.
  • Vergleich FLV ungezillmert vs. Depot über genau diese Laufzeit (Kosten + KESt).
  • Der Fahrplan als Tabelle: Aktienquote je Restjahr (Restdauer-Regel), Umschichtungstermine.
  • Bandbreite zum Zieltermin in Wahrscheinlichkeitssprache — und was passiert, wenn der Termin verschoben wird.
Ziele · Topf 4 · 15+ Jahre

Passives Einkommen: der Topf, der später das Leben trägt.

Wovon lebe ich später?Strecke + Lebenslinie

Der lange Topf: All-Cap-Weltportfolio im Mantel, optional mit Faktor-Neigung. Gezeigt wird der ganze Weg — Aufbau, Mantel-Wirkung, und wie aus dem Kapital ein Einkommen wird (siehe Rubriken Mantel, Portfolio, Auszahlungsphase).

Struktur

Der Mantel: 4 % einmalig statt 27,5 % laufend.

Warum eine Polizze und kein Depot?Rechner · Strecke Kapitel 07

Im Depot fällt auf jeden realisierten Gewinn 27,5 % KESt an — laufend, über die ganze Strecke. In der Polizze: 4 % Versicherungssteuer einmalig auf die Prämie, danach steuerfreie Umschichtung und Entnahme. Der Rechner zeigt die Wirkung je Fall, am stärksten in der Auszahlungsphase.

Struktur

Das Portfolio: der ganze Markt, regelbasiert — optional mit Neigung.

Worin genau bin ich investiert?Ex-Ante · optional Dimensional

Kern: All-Cap-Global — praktisch der gesamte Weltaktienmarkt, maximal gestreut, kostengünstig. Optional die systematische Faktor-Neigung (günstig, profitabel, kleiner) über Dimensional in drei Intensitäteni.

Modell und Umsetzung — sauber getrennt

Modell (womit gerechnet wird): Indexreihen 71 % Standardwerte / 12 % Small Cap / 17 % Schwellenländer. Umsetzung (was gekauft wird): die konkreten Fonds je Mantel — mit ISIN im Portfolio-Panel der Lebenslinie. Beides wird nie gleichgesetzt.

Für den Stabilisator (mittlere Horizonte) steht der Multi-Asset-Dachfonds Portfolio Economist bereit; sein Platz folgt der Restdauer-Regel, nicht der Marktmeinung.

Intern Dimensional nur anbieten, wenn Restlaufzeit ≥ 12 Jahre (Abratungsregel). Einwand „es kehrt sicher zurück" nie bestätigen — Auflösung über Ertragskraft vs. Neubewertung: „Sie brauchen keine Rückkehr. Sie besitzen mehr Gewinn pro Euro. Was ich Ihnen nicht verspreche, ist ein Zeitpunkt."
Struktur

Kredit & Immobilie: gerechnet, nicht gemeint.

Soll ich tilgen oder investieren?Aktien oder Immobilie?Rechner geplant

Zwei Fragen, die fast jeder Privatkunde mitbringt — beide haben eine Rechnung statt einer Meinung.

Gerüst-Rubrik — der Kreditrechner ist der nächste Neubau. Vorgesehener Aufbau:

Kreditrechner v1 (zu bauen)

  • Tilgen vs. investieren: Kreditzins nach Steuerwirkung gegen erwartete Portfoliorendite nach Steuern und Kosten, über die Restlaufzeit, mit Bandbreiten. Ergebnis in den meisten Konstellationen: bestehenden Kredit behalten, Kapital investieren — samt der Bedingungen, unter denen es kippt (Zinshöhe, kurzer Horizont, Risikotragfähigkeit, Schlafqualität).
  • Aktien vs. Immobilie: Gesamtrendite nach Kosten, Steuern, Instandhaltung; Klumpenrisiko; Aufwand. Die stärkste Gegenposition zuerst (Jordà et al.) — dann, was nach Kosten und Konzentration übrig bleibt.
Struktur

Wenn ruhiger sein muss: defensive Bausteine und ihr Platz.

Strecke · Kapitel 09

Der Platz des Stabilisators und des Geldmarkts folgt der Restdauer — nicht dem Bauchgefühl. Das Kapitel zeigt, wann defensiv richtig ist und wann es nur Rendite kostet.

Konsequenz

Die Regel ist vereinbart. Die Ausführung ist meine — protokolliert.

Warum brauche ich Sie laufend?Regelauftrag · Quartalsprüfung · Protokoll

Der Kunde delegiert nicht Wissen — er delegiert Konsequenz. Der Regelauftrag legt Zielgewichte, Toleranzbänder und Prüfrhythmus einmalig schriftlich fest. Geprüft wird vierteljährlich; eingegriffen wird nur bei Bandbruch. Jede Prüfung steht im Protokoll — auch das Ergebnis „nichts zu tun".

Was laufend passiert

  • Rebalancing nach Band, nicht nach Kalender — seltener, aber zum richtigen Zeitpunkt.
  • Umschichtung mittelfristiger Töpfe nach dem Fahrplan (Restdauer-Regel).
  • Jahres-Update: Ist-Stand, Ziel-Nachführung, Lebensereignisse in den Plan.
  • Entnahme-Betreuung ab Pensionsantritt (siehe Auszahlungsphase).
Intern Kernsätze: „Ich entscheide nichts. Ich halte mich an die Regel, die wir vereinbart haben — auch wenn es sich falsch anfühlt." · Aufsichtsrechtlich als Regelauftrag konstruieren (kein Ermessen), Bestätigung offen. · Der Haken-Moment landet oft hier: Antwort mündlich in vier Bausteinen (Übersicht existiert sonst nicht · Retrospektive macht Beliebiges plausibel · selbst nicht hinbekommen UND nicht durchhalten · historisch war Finanzberatung meist schlecht — deshalb hier alles belegt und protokolliert).
Konsequenz

Entnommen wird ein Anteil, nie ein Betrag — deshalb kann das Vermögen nicht ausgehen.

Wovon lebe ich — und wie sicher?Rechner · Die Lebenslinie

Die Physik des Ruhestands als Thema (Strecke) und die Lebenslinie als Werkzeug: eine Zeitachse von heute bis zum Endalter, Entnahmeregel mit Leitplanke und Deckel, Jahr-für-Jahr mit Begründung, Streuung zum Erleben statt Behaupten.

Intern Reihenfolge im Gespräch: erst „zufälliger Verlauf" mehrmals drücken (Streuung erleben), dann Sicherheitsniveau-Regler, dann Jahr-für-Jahr. Wahrscheinlichkeitssprache, nie P-Etiketten. Der Knopf „Endalter herunterziehen" zeigt, warum die Entnahmedauer schon die Einzahlungsphase steuert.
Ablauf & Abschluss

Drei Gespräche. Alles festgehalten, nichts vorab verschickt.

Wie läuft das ab?
SchrittInhaltErgebnis
1 · ErstgesprächThemen + USP · Ziele und persönliche Situation festhalten · Hochrechnungen · FLV / Depot / MarktZiele in Zahlen + Offert-Auftrag + Termin
2 · Offertewerden auf Zahlen und Ziele erstelltje Topf das passende Instrument
3 · ZweitgesprächOfferte + Hochrechnungen, auf die Ziele abgestimmt erklärtZusammenfassung + Offert-Erklärung
4 · Drittgesprächvollständiger Antrag + Unterschrift · Betreuung im Detail (Regelauftrag)Zusammenfassung · Start der Betreuung
laufendQuartalsprüfung, Rebalancing/Umschichtung, Protokoll, Jahres-UpdateKonsequenz, sichtbar
Intern Prozessregel: nach dem Erstgespräch wird nichts verschickt — der nächste Schritt wird fixiert. Zusammenfassungen entstehen nach Gespräch 2 und 3 per Knopfdruck aus dem Protokoll. Offert-Erklärung Privat (Gegenstück zum BAV-Offert-Guide) ist noch zu bauen.
Ablauf & Abschluss

Zielsetzung & Plan: alles zusammengeführt.

Strecke · Kapitel 10–11

Der Abschluss der Strecke: Ziele definieren und der Plan, der daraus folgt. Die Vorform der Ziel-Erfassung — bis das eigene Modul steht.

Ablauf & Abschluss

Protokoll & Zusammenfassung per Knopfdruck.

Studio · Rubrik Beratungsprotokoll

Das Beratungsprotokoll (Gespräch, vier Töpfe, Empfehlung, der eine nächste Schritt) liegt im Studio — mit Fall speichern/laden und druckfertiger Kundenzusammenfassung ohne interne Notizen.