Verfügbar ab 1. Oktober 2026
BAVIA · Standard Life · Fondsgebundene Lebensversicherung

Dimensional kommt
in Ihre Polizze.

Eine Fondsfamilie, die jahrzehntelang fast ausschließlich über geprüfte Berater vergeben wurde, steht ab Oktober in Ihrem bestehenden Vertrag zur Verfügung. Kein neuer Abschluss. Kein Kostenaufwand für die Umstellung. Keine Kapitalertragsteuer auf die Umschichtung.

Diese Seite erklärt, was das ist, was es realistisch bringt — und wo die Grenzen liegen.

Was der Kunde sieht. Rechner, Paketwahl, Dürre-Wahrscheinlichkeiten.
01 · Der Anlass

Was sich am 1. Oktober ändert

Bis heute besteht Ihre Veranlagung aus dem, was auf der Fondspalette verfügbar war. Ab Oktober kommen die Fonds von Dimensional Fund Advisors dazu — und damit eine Bauweise, die es so bisher in Ihrem Vertrag nicht gab.

Der Zugang

Dimensional verkauft nicht an jeden. Der Vertrieb lief historisch fast ausschließlich über Berater, die eine Schulung durchlaufen haben — weil die Strategie ohne Begleitung regelmäßig zum falschen Zeitpunkt abgebrochen wird.

Der Wechsel

Bestehendes Guthaben (Shift) und künftige Prämien (Switch) lassen sich umstellen. Beides kostenlos und unbegrenzt oft. Sie unterschreiben einmal — den Rest mache ich.

Die Steuer

Innerhalb der Lebensversicherung löst ein Fondswechsel keine Kapitalertragsteuer aus. Im Wertpapierdepot wären auf jeden Umschichtungsgewinn 27,5 % fällig.

Der letzte Punkt ist der, der die ganze Sache erst trägt. Die Strategie, um die es hier geht, lebt davon, dass regelmäßig zwischen Bausteinen umgeschichtet wird. Genau das ist im Depot teuer und in Ihrer Polizze gratis. Deshalb ist die Lebensversicherung für diese Strategie nicht irgendein Behälter — sie ist der passende.

02 · Die Mechanik

Woher der Mehrwert kommt — und wie viel davon aus welcher Quelle

Es kursiert die verkürzte Erzählung, das Ganze funktioniere „durch Rebalancing". Das stimmt nicht. Es sind vier Beiträge, und sie sind sehr unterschiedlich groß. Wer sie vermischt, verspricht zu viel.

① FaktorprämieValue · Profitabilität · Size — der eigentliche Motor
der Kern
② UmsetzungGeduldiges Handeln statt Zwangskauf am Index-Stichtag
klein
③ RebalancingErhält ① — erzeugt es nicht
Schutz
④ Der VersicherungsmantelMacht ③ reibungsfrei — im Depot stirbt ③ an der KESt
Voraussetzung

Warum bestimmte Firmen mehr abwerfen

Der Preis einer Aktie ist nichts anderes als die erwarteten künftigen Gewinne, abgezinst mit einem Zinssatz. Ist eine Aktie günstig bepreist, dann ist dieser Abzinsungssatz per Definition höher — und der Abzinsungssatz ist die erwartete Rendite.

Preis = erwartete Gewinne ÷ Abzinsungssatz
günstiger Preis → höherer Abzinsungssatz → höhere erwartete Rendite

Das ist keine Behauptung, der Markt sei dumm. Es ist Arithmetik. Was Sie im Gegenzug tragen, ist mehr Risiko und mehr Abweichung vom Index, den alle zitieren. Genau dafür werden Sie bezahlt — sonst wäre es längst wegarbitragiert.

Was Rebalancing wirklich tut

Der oft zitierte „Rebalancing-Bonus" entsteht zwischen Anlagen, die kaum miteinander laufen. Kern und Tilt sind aber beides globale Aktien — sie laufen sehr wohl miteinander. Der reine Bonus ist hier also dünn.

Die eigentliche Aufgabe ist eine andere: Läuft Value ein Jahrzehnt schlecht, schrumpft der Value-Anteil von selbst — und genau vor der Erholung wäre die Neigung weg. Rebalancing erzwingt den Nachkauf in die Schwäche.

Rebalancing macht nicht mehr Rendite.
Es sorgt dafür, dass Sie die Strategie noch haben, wenn sie zahlt.
03 · Das Portfolio

Drei Stufen, ein Bauprinzip

Alle drei Pakete bestehen aus denselben Bausteinen. Was sich verschiebt, ist nur das Gewicht zwischen dem ehrlichen Weltmarkt und dem Prämien-Motor. Sie besitzen in jedem Fall zu 100 % globale Aktien — die Frage ist nur, wie stark der Weltmarkt geneigt wird.

Klicken Sie oben auf ein Paket, um die Zusammensetzung zu wechseln.

AnteilFondsRolleTER

Der Kern ist ein Standard-Life-Fonds

Der SL Global Index Fund 100 (XFSL00030087) bildet den kapitalgewichteten Weltmarkt ab — Industrie- und Schwellenländer, rund 0,15 % Fondskosten. Er ist der ehrliche Anker: minimaler Umschlag, keine Prognose, und das einzige Portfolio, das theoretisch alle Anleger gleichzeitig halten könnten. Bevor man ihn bewusst verlässt, sollte man anerkennen, wie schwer er zu schlagen ist.

04 · Die Entscheidung

Welche Stufe zu Ihnen passt

Die drei Pakete unterscheiden sich nicht wesentlich darin, wie viel Geld Sie verlieren können — alle drei sind voll in Aktien, der Absturz in einer Krise wird vom Markt bestimmt, nicht von der Neigung. Sie unterscheiden sich darin, wie lange und wie deutlich Sie hinter dem simplen Weltindex liegen können, ohne die Nerven zu verlieren. Das ist die einzige Frage, die hier zählt.

05 · Der Rechner

Was das in Ihrem Vertrag bedeutet

Alle Beträge in heutiger Kaufkraft — die Inflation ist bereits herausgerechnet. Die Mantelkosten Ihrer Polizze wirken in beiden Varianten gleich und heben sich im Vergleich auf.

Aktueller Polizzenwert
Laufende Prämie
Jahre bis zur Entnahme
Bisherige Veranlagung — Fondskosten

Typisch: Indexfonds 0,15 % · gemischter Fonds 0,8–1,2 % · aktiv gemanagt 1,5–2,0 %. Annahme: keine Mehrrendite gegenüber dem Markt.

Marktrendite (real, annualisiert)

Langfristiger realer Jahresertrag globaler Aktien nach Dimson/Marsh/Staunton — annualisiert, nicht die Vergangenheit der letzten zehn Jahre.

Paket
Bisherige Veranlagung — typischer Verlauf Gewähltes Paket — typischer Verlauf Bandbreite — die mittleren 50 % aller Verläufe

Was diese Kurven nicht sind

Keine Prognose und keine Zusage. Die goldene Linie zeigt den Verlauf, wenn in jedem Jahr die typische Rendite anfällt — so wird es nie kommen. Etwa die Hälfte aller simulierten Verläufe endet darüber, die andere Hälfte darunter. Das getönte Band zeigt, wie breit die Ergebnisse tatsächlich streuen: Genau diese Breite ist das Risiko, das die höhere erwartete Rendite überhaupt erst bezahlt.

06 · Die Disziplin

Rebalancing — nach Regel, nicht nach Kalender

Ohne Eingriff verschiebt sich das Portfolio von selbst in den Baustein, der zuletzt gut gelaufen ist. Man ist damit ausgerechnet am Hochpunkt am stärksten investiert — und in der Ecke, die gerade billig geworden ist, am wenigsten.

Die Grafik zeigt eine typische Value-Dürre mit anschließender Erholung. Ohne Rebalancing schmilzt die Neigung weg, genau bevor sie zahlt. Mit Toleranzband bleibt sie stabil.

Mit Toleranzband Ohne Eingriff Zielgewicht

Die Regel

1Geprüft wird nach festem Kalender — vierteljährlich, mechanisch, ohne Meinung. Hinschauen kostet nichts.
2Gehandelt wird nur bei Abweichung — wenn ein Baustein um mehr als 20 % relativ von seinem Zielgewicht abgedriftet ist. Ein 30-%-Baustein wird also erst unter 24 % oder über 36 % angefasst.
3Ein Auslöser, ein Antrag — bricht ein Baustein aus, wird das gesamte Portfolio in einem Zug zurückgesetzt. Nicht fünf Einzelaktionen.
4Neue Prämien zuerst in den Nachzügler — das rebalanciert geräuschlos, ganz ohne Verkauf.
5Jede Entscheidung wird protokolliert — auch das „heute nichts tun". Sonst wird aus einer Regel unbemerkt ein Bauchgefühl.

Warum Band und nicht einfach jährlich? Weil ein starrer Jahrestermin handelt, wenn nichts zu tun ist, und stillhält, wenn viel zu tun wäre. Die Untersuchungen dazu sind eindeutig: Abweichungsschwellen schlagen Kalendertermine. Häufiger als nötig umzuschichten arbeitet zudem gegen den Momentum-Effekt.

Das Übliche entfällt hier. Das Standardargument gegen Schwellen-Rebalancing sind die Handelskosten. In Ihrer Polizze gibt es keine — der Wechsel ist gratis und steuerfrei. Sie sind in der seltenen Lage, dass der theoretisch beste Weg auch der billigste ist.

07 · Die Wahrheit

Sie werden hinter dem Weltindex liegen. Immer wieder. Jahrelang.

Das ist kein Fehler der Strategie, sondern ihr Preis. Eine Risikoprämie, die es umsonst gäbe, wäre keine. Damit Sie wissen, worauf Sie sich einlassen — die Wahrscheinlichkeit, dass Ihr Paket nach dem jeweiligen Zeitraum schlechter dasteht als der schlichte Weltindex:

Paket nach 1 J.3 J. 5 J.10 J. 20 J.30 J.

Gerechnet aus erwarteter Prämie und Abweichungsbreite (Tracking Error) je Paket. Modellrechnung, keine Vorhersage.

Lesen Sie die erste Spalte noch einmal

In etwa vier von zehn Jahren werden Sie schlechter abschneiden als jemand, der einfach den Weltindex gekauft hat. Auch nach zehn Jahren ist es noch gut jeder vierte Fall.

Wer das nicht aushält, gehört nicht in dieses Portfolio — und zwar nicht, weil er zu ängstlich wäre, sondern weil ein Abbruch mitten in der Dürre exakt das Ergebnis zerstört, für das man das Risiko getragen hat. Dann ist der reine Weltindex die klar bessere Wahl. Das ist keine Notlösung; er ist eine ausgezeichnete Anlage.

Was ich Ihnen zusage

  • Eine höhere erwartete Rendite — begründet, nicht behauptet
  • Fondskosten unter 0,4 % für ein weltweit gestreutes Portfolio
  • Umstellung und Rebalancing ohne Kosten und ohne Steuer
  • Dass ich in der Dürre nachkaufe und nicht aussteige

Was ich Ihnen nicht zusage

  • Dass die Prämie in Ihrem Zeitraum tatsächlich eintritt
  • Dass Sie den Weltindex jedes Jahr schlagen — im Gegenteil
  • Dass Sie mehr entnehmen können (dazu unten mehr)
  • Irgendeine Form von Garantie

Und in der Entnahmephase?

Es gibt ernstzunehmende Untersuchungen, die zeigen: Eine Faktor-Neigung erhöht die sichere Entnahmerate praktisch nicht. Wer bei fixem Euro-Betrag entnimmt, gewinnt hier fast nichts.

Deshalb entnehmen wir nicht fix, sondern prozentuell — immer ein fester Anteil des aktuellen Werts. Dann kann das Kapital rechnerisch nie aufgebraucht werden, und die Entnahme selbst übernimmt die Rolle des Rebalancings: Sie entnehmen aus dem Baustein, der zu groß geworden ist. Was dabei schwankt, ist nicht der Bestand, sondern die Höhe der Auszahlung — und dafür gibt es den ruhigen Baustein als Boden. Das besprechen wir an Ihrer Lebenslinie, nicht hier.

08 · Der nächste Schritt

Fünfzehn Minuten, Ihre Zahlen, eine Entscheidung.

Diese Seite rechnet allgemein. Im Termin sehen wir uns Ihren Vertrag an: aktuelle Veranlagung, Restlaufzeit, Ihr Ziel — und ob eine Umstellung für Sie überhaupt sinnvoll ist. Möglicherweise lautet die Antwort nein. Das sage ich Ihnen dann auch.

Wenn ja, brauchen Sie eine Unterschrift. Alles andere übernehme ich.

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