Rubrik · Portfolios
Evidenzbasiert  ·  Finanzmathematisch optimiert  ·  Laufend nachgeführt

Wir veranlagen nicht nach Meinung.
Wir veranlagen nach Regeln — ausgerichtet auf Ihr Ziel.

Zwei Blöcke, eine Mischregel.
Jede Position begründet, jede Umschichtung protokolliert.

Ihre Veranlagung folgt dem Stand der Kapitalmarktforschung: weltweit gestreut, so günstig wie möglich, und gesteuert von einer einzigen Größe — wie lange Ihr Geld noch arbeitet. Bis in die Auszahlungsphase hinein, denn dort wird über Jahrzehnte entschieden, was unterm Strich bleibt.

Diese Rubrik ist die Referenz für alle Veranlagungen im BAV-Bereich (Zürich VarioInvest). Grundlage: BAVIA_Portfolio_Standard_v1 — Ex-Ante-Logik, P25-Glidepath, Entnahmeregel G. Abweichungen vom Standard nur als dokumentierter Kundenwunsch.

„Unterm Strich bleibt Ihr Lebenswerk."

Worauf wir schauen

Fünf Prinzipien. Keine Ausnahmen.

Was in Ihrer Polizze liegt, ist keine Geschmacksfrage. Jedes Prinzip hier hat einen messbaren Grund — und gilt für jeden Kunden gleich.

Die fünf Prinzipien sind die Prüfliste für jede Portfolio-Entscheidung. Wenn ein Baustein einem Prinzip widerspricht, fliegt er — egal wie gut die Story ist.

I

Kosten zuerst

Kosten sind der einzige verlässliche Hebel auf die Nettorendite. Jeder gesparte Prozentpunkt gehört Ihnen — jedes Jahr.

Kosten sind der beste Prädiktor der Nettorendite (Morningstar/SPIVA-Befund). Deshalb: Institutstranche als Kern (0,86 % statt 1,95 % Retail = ~1,1 pp p. a.), teure Satelliten nur, wo die Palette nichts Günstigeres hergibt. Gewichtete Fondskosten stehen auf jeder Karte.

II

Marktbreite statt Meinung

Wir kaufen den ganzen Weltmarkt — über 2.000 Unternehmen — statt auf einzelne Länder, Branchen oder Trends zu wetten.

Ex ante ist das Marktportfolio (ACWI IMI) die beste Schätzung; aktive Abweichung kostet im Erwartungswert Gebühren ohne Mehrertrag. Kein EM-/Size-Tilt auf dieser Palette: Die Tilt-Vehikel wären teuer (~1,8 %) und stilverzerrt — neutral ist hier die verteidigbare Position.

III

Das Ziel bestimmt die Mischung

Nicht Ihr Bauchgefühl und nicht die Börsenlage entscheiden über Ihre Aktienquote — sondern wofür das Geld gedacht ist und wann Sie es brauchen.

Eingangsgröße ist die Restlaufzeit des Geldes — bei Rollover in die betreute Entnahme: Ansparjahre + gesamte Entnahmedauer. Vier Zielfälle (A–D), eine Tabelle (P25). Die Auszahlungsphase ist Teil der Optimierung, nicht ihr Ende.

IV

Regeln statt Timing

Umgeschichtet wird nach einem Fahrplan, den Sie von Anfang an kennen — nie, weil gerade Schlagzeilen laut sind.

Genau drei zulässige Auslöser für jeden Switch: (a) Restlaufzeit-Regel, (b) Rebalancing > 5 pp, (c) dokumentierter Kundenwunsch. Es gibt keinen vierten. Marktmeinung ist nie ein Auslöser — das ist protokollierbar und damit prüfbar.

V

Laufend nachgeführt

Einmal im Jahr wird Ihre Veranlagung gegen den Fahrplan geprüft und innerhalb der Polizze steuerfrei angepasst — mit Begründung, die Sie nachlesen können.

Jährlicher Regeltermin (Vertragsgeburtstag): Restlaufzeit neu bestimmen → Zielquote → Switch bei > 5 pp. Fonds-Switches in der Polizze sind KESt-frei — der Glidepath kostet keine Steuer (struktureller Vorteil vs. Depot). Jede Anpassung wird mit Datum, Auslöser und Begründung historisiert.

Einordnung (nicht als Claim verwenden) Dieses Regelwerk — Zieloptimierung inkl. Auszahlungsphase, dokumentierte Auslöser, jährliche Nachführung — ist im BAV-Bereich praktisch nicht üblich; Rückdeckungen werden dort typischerweise einmal eingestellt und nie wieder angefasst. Das ist unser Qualitätsversprechen nach innen. Nach außen zeigen wir es, wir behaupten es nicht.
Die Bausteine

Zwei Töpfe. Mehr braucht es nicht.

Ihr Geld liegt in zwei Töpfen. Wie viel in welchem liegt, bestimmt eine einzige Zahl: wie lange Ihr Geld noch arbeitet.

Blocklogik statt Portfolioliste: Der Standard kennt zwei Blöcke und eine Mischregel. Alles andere (auch der fixe Defensiv-Fall) sind Instanzen daraus.

Wachstumsblock

Der Motor · 100 % Aktien weltweit

Der ganze Weltmarkt, gewichtet wie der Markt selbst. Er trägt die Rendite — und darf schwanken, solange die Zeit für ihn arbeitet.

Zwei Ausprägungen: „Welt" (rational, marktneutral, ~1,04 % TER) und „Nachhaltig" (Artikel-9-streng, ~1,42 % TER). Kern beider: Swisscanto-Institutstranche am 40-%-Maximum. Details unten.

Stabilitätsblock

Der Anker · Anleihen & Geldmarkt

Solide Zinsen, keine Experimente, kaum Kosten. Er soll nicht reich machen — er soll da sein, wenn Sie ihn brauchen.

Superior 1 Ethik Renten 50 % (0,68 %) · Zurich CF Euro Corporate Bond 30 % (0,95 %) · DWS ESG Euro Money Market 20 % (0,11 %) → ~0,65 % TER. Letzte 2 Jahre vor fixem Termin: Verschiebung Richtung Geldmarkt. Nachhaltig-Variante: Erste Responsible Bond Global Impact / Responsible Reserve / Geldmarkt (Kompromiss offenlegen: kein durchgängiges Art. 9 darstellbar).

Die Portfolios

Drei Standard-Portfolios — je nach Ziel und Präferenz

Jedes Portfolio zeigt offen, was drinsteckt und was es kostet. Keine Blackbox, keine Produkte, die niemand erklären kann.

Gewichte in 5-%-Schritten, max. 10 Fonds, Mindestgewicht 5 % (VarioInvest-Annahme — vor Einsatz bestätigen). TER-Stand: FondsFinder 29.06./11.08.2026, vor Kundenpräsentation gegen aktuelle KIDs prüfen.

Weltportfolio 100

Standard100 % Aktien

Für langfristige Ziele ab etwa 15 Jahren Anlagehorizont — die finanzmathematisch beste Schätzung für Ihr Wachstum.

Ein Portfolio für Einmalerlag und Sparplan (bewusst identisch: eine Logik, eine Begründung, eine Grafik). Ergebnis-Mix ≈ ACWI IMI: ~61 % USA, ~15 % Europa, ~8 % Pazifik/Japan, ~10 % EM, ~5 % Nebenwerte.

~1,04 %Fondskosten p. a.
    100 %
    Aktienquote
    > 2.000
    Unternehmen weltweit
    ~1,04 %
    Fondskosten p. a.*

    Sie kaufen den ganzen Aktienmarkt — Industrie- und Schwellenländer, große und kleine Unternehmen, gewichtet wie das Kapital der Welt sie bewertet. Nicht „die Weltwirtschaft": Der Markt ist eine Auslese — wer sich durchsetzt, wächst automatisch ins Portfolio, ohne dass wir eine Meinung brauchen. Keine Wetten, kein Timing, minimale Kosten. Der Kern liegt in einer Großanleger-Tranche, die es so für Privatkunden üblicherweise nicht gibt.

    FondsSFDRTER p. a.GewichtRolle / Warum
    Swisscanto (LU) Equity Fund Sustainable DTLU2211859272 · Institutstranche, SonderkonditionArt. 90,86 %40 %Kosten-Kern. Maximum der Sonderkondition ausschöpfen — spart ~1,1 pp p. a. vs. Retail-Tranche.
    Zurich Climate Focus World EquityIE000PH5ODA6Art. 80,95 %45 %Industrieländer-Komplettierung, benchmark-nah. Fast so günstig wie der Kern — deshalb kostet das 40-%-Limit nur ~3–10 bp.
    Nordea 1 – Emerging Stars EquityLU0602539867Art. 81,82 %10 %Emerging Markets zu Marktgewicht. Teuer, aber einziges EM-Vehikel der Palette.
    CT (Lux) Global Smaller CompaniesLU0570870567—1,80 %5 %Nebenwerte-Komplettierung. Offenlegen: Quality-Growth-Stil, kein Size-Prämien-Play (Prämie sitzt in Small Value). Bei besserem Vehikel tauschen; Vereinfachung zulässig: streichen → ZCF World 50 %.
    Warum kein Tilt mehr Frühere Ex-Ante-Variante 71/12/17 (All-World/Small/EM) bleibt für Depot-Umsetzungen valide. Auf dieser Palette rechnet sich der Tilt nicht: EM/SC-Vehikel ~1,8 % TER und stilverzerrt → Marktgewichte (EM 10 %, SC 5 %) sind die verteidigbare Position. Sparplan: identische Gewichte; bei Kleinbeträgen 3-Fonds-Variante ohne SC zulässig (~1,00 %).

    Nachhaltig 100

    Artikel-9-streng100 % Aktien

    Wie das Weltportfolio — aber ausschließlich Fonds der strengsten EU-Nachhaltigkeitskategorie. Für alle, denen das grüne Etikett nicht reicht.

    Härtestes verfügbares Kriterium der Palette: nur Artikel 9 (nachhaltiges Anlageziel), kein Art.-8-Baustein zur Verwässerung. Nur bei echter, dokumentierter Nachhaltigkeitspräferenz (IDD-Abfrage).

    ~1,42 %Fondskosten p. a.
      100 %
      Aktienquote
      Art. 9
      Jeder einzelne Fonds
      ~1,42 %
      Fondskosten p. a.*

      Jeder Baustein verfolgt ein nachhaltiges Anlageziel — nicht nur ein beworbenes Merkmal. Der Preis dafür ist ehrlich: etwas höhere Kosten, keine Schwellenländer (es gibt sie in dieser Strenge derzeit nicht) und ein Verlauf, der zeitweise vom breiten Markt abweichen kann. Das sagen wir vorher, nicht nachher.

      FondsSFDRTER p. a.GewichtRolle / Warum
      Swisscanto (LU) Equity Fund Sustainable DTLU2211859272Art. 90,86 %40 %Globaler Kern, Umwelt-Leader-Ansatz, günstigste Tranche.
      Templeton Global Climate ChangeLU0128520375Art. 91,82 %20 %Global, Value-Tilt, Klima-Transition — diversifiziert den Growth-Kern stilistisch.
      Fidelity Sustainable Eurozone EquityLU0238202427Art. 91,92 %15 %Eurozone — reduziert den US-Klumpen.
      Erste Fair InvestAT0000A2RUD2Art. 91,73 %15 %Soziale Dimension (nicht nur Klima).
      Erste Green InvestAT0000A2DY59Art. 91,63 %10 %Umwelt/Impact, österreichischer Anbieter (UZ-49-Nähe prüfen).
      Dokumentationspflichten Kein Art.-9-EM-Fonds auf der Palette → bewusst keine Emerging Markets statt Art.-8-Verwässerung; Diversifikationslücke im Protokoll festhalten. Tracking-Error-Aufklärung ist Pflicht (Themenanteil). JSS Green Planet (2,02 %) bewusst gestrichen: teuerster Baustein, höchster Tracking Error, kein Diversifikationsbeitrag.

      Allwetter Defensiv

      30 / 70Für schwankungsscheue Ziele

      Für alle, denen die Schwankungen eines reinen Aktienportfolios nicht zumutbar sind — oder deren Ziel schlicht keine großen Schwankungen verträgt.

      Fixe Instanz der Blocklogik: 30 % Wachstumsblock / 70 % Stabilitätsblock. Erwarteter max. Drawdown ~10–15 % statt 40 %+. Für dauerhaft defensive Kunden (Fall D) — die Restlaufzeit-Regel ist hier außer Kraft.

      ~0,77 %Fondskosten p. a.
        30 %
        Aktienquote
        10–15 %
        Erwarteter max. Rückgang
        ~0,77 %
        Fondskosten p. a.*

        Ein kleiner Wachstumsanteil arbeitet gegen die Inflation, der große Rest liegt in soliden Zinsen und Liquidität. Jede Position ist erklärbar, die Kosten sind ein Bruchteil üblicher Mischfonds — Disziplin kommt aus jährlichem Rebalancing, nicht aus einem Manager, den man bezahlen und dem man vertrauen muss.

        BausteinSFDRTER p. a.GewichtRolle / Warum
        Wachstumsblock (Welt oder Nachhaltig)—~1,04 %30 %Inflationsschutz & Ertragsquelle.
        Superior 1 – Ethik RentenAT0000A07HR9—0,68 %35 %Anleihen-Kern, defensiv.
        Zurich Climate Focus Euro Corporate BondIE000CSVWIC5Art. 80,95 %21 %Euro-Unternehmensanleihen, moderater Renditeaufschlag.
        DWS ESG Euro Money MarketLU0225880524Art. 80,11 %14 %Liquidität, Stabilitätsanker.
        Bewusst nicht enthalten — Argumentation bereithalten Portfolio Economist: ~2 % Kosten + 15 % Performance-Fee auf ~4,3 % Bruttoerwartung = fast die halbe Erwartung geht an Gebühren; Track Record < 3 J., Art. 6, Blackbox. Nur auf expliziten Kundenwunsch ≤ 25 %, protokolliert als Verhaltens-Konzession („kauft Ruhe, keine Rendite"). BGF World Gold: Minenaktien ≠ Gold (2–3× Vola, crash-korreliert). Allwetter-Logik verlangt physisches Gold — gibt die Palette nicht her, also gar nicht. FvS Bond Opps / DWS Sachwerte: Managerwetten; optional ≤ 10 % als dokumentierte Beimischung.
        Die Umschichtungslogik

        Der Fahrplan: eine Zahl steuert alles

        Je näher Ihr Auszahlungstermin rückt, desto mehr wandert automatisch vom Wachstums- in den Stabilitätstopf — nach einem Fahrplan, den Sie von Anfang an kennen. Nicht weil wir den Crash kommen sehen, sondern damit er Ihnen nichts mehr anhaben kann, wenn die Zeit zum Aufholen fehlt.

        Eingangsgröße ist die Restlaufzeit des Geldes — nicht die Vertragslaufzeit. Sie hängt am Zielfall. Erst die gemessene Mean-Reversion von Aktien (Varianzverhältnis 30 J: 0,38) macht den Horizont zur echten Größe; bei i.i.d.-Renditen wäre die Quote horizontunabhängig (Samuelson/Merton). Median-Maximierung ergäbe immer 100 % Aktien — der Fahrplan rechtfertigt sich ausschließlich über die Unterseite (P25).

        Fall A

        Fixer Kapitalbedarf

        Das Geld wird zu einem bestimmten Datum gebraucht — und verlässt dann das System.

        Abfindung ohne Rollover, Kaufpreis, Ausbildung. Letzte 2 Jahre: fälliges Kapital überwiegend Geldmarkt.

        Restlaufzeit = Jahre bis zum Termin
        Fall B

        Managerpension — Standardfall

        Kapitalabfindung, danach betreute Auszahlung über Jahrzehnte. Das Geld arbeitet weiter.

        Kapitalabfindung + Rollover in betreute Entnahme. Wer mit 56 anspart und ab 65 dreißig Jahre entnimmt: Restlaufzeit heute 39 Jahre → 100 % Wachstum bis Pensionsantritt. Das anlagetechnische Argument pro Abfindung — zusätzlich zum steuerlichen.

        Restlaufzeit = Ansparjahre + Entnahmedauer
        Fall C

        Verrentung

        Das Kapital wird am Stichtag in eine lebenslange Rente getauscht.

        Horizont endet am Stichtag → Fahrplan läuft konsequent aus (66 % → ~15 %). Konsequenz im Cockpit: eigenes Deckungskapital für den Rentenweg.

        Restlaufzeit = Jahre bis zum Stichtag
        Fall D

        Dauerhaft defensiv

        Schwankungen sind — unabhängig vom Horizont — nicht zumutbar.

        Dokumentierte Risikotoleranz schlägt Horizont. Fixe Instanz 30/70, jährliches Rebalancing.

        Regel außer Kraft — fix 30 / 70

        Wachstumsanteil nach Restlaufzeit

        Der Fahrplan, den jeder Kunde von Anfang an kennt — geprüft einmal im Jahr.
        P25-optimal (unteres Viertel der Pfadverteilung, 1900–2023, varianzverhältnis-adjustiert), gerundet auf 5-%-Schritte. Identisch mit der Cockpit-Logik (mixOptimal) — Beratung und Rechner erzählen dieselbe Zahl.
        Restlaufzeit (Jahre)≥151413121110987654321
        Wachstumsblock1009595908580756560504035302520
        Umsetzungsregeln 1 · Jährlicher Regeltermin (Vertragsgeburtstag): Restlaufzeit neu → Zielquote → Switch bei > 5 pp Abweichung. Neue Sparplanbeiträge ab Restlaufzeit < 15 J direkt in den Stabilitätsblock (spart Switches).   2 · Rebalancing zwischen und innerhalb der Blöcke: Regeltermin oder > 5 pp. In der Polizze KESt-frei.   3 · Kein Timing-Override — Marktlage ändert nie die Zielquote.

        Und in der Auszahlungsphase?

        Dort entscheidet sich, was unterm Strich bleibt — deshalb hört die Optimierung nicht mit der Pension auf.
        Fall B nach Pensionsantritt — Regelwerk aus BAVIA_Entnahmeregel_Befund (4.000 Pfade).

        Ihre Entnahme ist kein starrer Betrag, sondern ein fester Anteil dessen, was da ist — mit Leitplanken nach oben und unten. Deshalb kann Ihnen das Kapital rechnerisch nie ausgehen: In schlechten Jahren atmet Ihr Einkommen kurz mit, in guten holt es das mehrfach zurück. Der Wachstumsanteil bleibt dabei bewusst hoch — auf 25 oder 30 Jahre ist das größte Risiko nicht die Schwankung, sondern der Kaufkraftverlust. Einmal im Jahr prüfen wir gemeinsam Quote, Entnahmehöhe und Restdauer.

        Aktienquote: P25 auf die Restdauer der Entnahme — bei 30 J Restdauer rechnerisch 100 %, praktisch gedeckelt durch die dokumentierte Risikotoleranz (üblich 60–80 %); sinkt entlang derselben Tabelle. Nie null.

        Entnahmeregel G (gemessen dominant, 0 % Ausfallrisiko): Quote = Annuität auf Restdauer, Leitplanken gedeckelt. Start ~4,1–4,7 % je nach Planungssatz. Planungssatz konservativ (2,76 % real): −18 % Startbetrag, dafür steigendes statt fallendes Einkommen und höherer Schnitt in jedem Perzentil.

        Liquiditätsreserve = Option, kein Default: 2–3 Jahresentnahmen verschlechtern gemessen jedes Perzentil — sie kaufen ausschließlich Ruhe. Als Beratungsentscheidung anbieten, ehrlich bepreisen, protokollieren.

        Qualitätsversprechen

        So arbeiten wir — vom Ziel bis zur letzten Auszahlung

        1

        Ziel erfassen

        Wofür ist das Geld gedacht, wann brauchen Sie es, was muss es können? Daraus ergibt sich alles Weitere — nicht umgekehrt.

        Zielfall A–D bestimmen, Geeignetheit + Nachhaltigkeitspräferenz dokumentieren (WAG 2018/IDD). Auszahlungsvariante (Abfindung/Rollover/Rente) schon hier festhalten — sie ändert die Restlaufzeit.

        2

        Restlaufzeit bestimmen

        Die eine Zahl, die Ihre Mischung steuert: wie lange Ihr Geld noch arbeitet — bei einer betreuten Auszahlung sind das oft Jahrzehnte mehr, als man denkt.

        Fall B: Ansparjahre + gesamte Entnahmedauer. Der häufigste Fehler der Branche ist, nur bis zum Ablauf zu zählen — und ohne Grund zu früh zu entrisikieren.

        3

        Blöcke mischen

        Wachstums- und Stabilitätstopf werden nach dem Fahrplan gemischt — transparent, günstig, weltweit gestreut.

        Zielquote aus der P25-Tabelle, Umsetzung in 5-%-Schritten, Portfolio je Präferenz (Welt / Nachhaltig / Defensiv). Jede Abweichung vom Standard nur als protokollierter Kundenwunsch.

        4

        Jährlich nachführen

        Einmal im Jahr: Fahrplan prüfen, steuerfrei anpassen, verständlich begründen. Sie sehen jederzeit, was passiert ist und warum.

        Regeltermin am Vertragsgeburtstag: Restlaufzeit → Zielquote → Switch bei > 5 pp. Auslöser + Begründung historisieren (Grundlage für das Plattform-Verlaufs-Tracking).

        5

        Auszahlungsphase betreuen

        Die Entnahme folgt Leitplanken statt Bauchgefühl, das Kapital bleibt investiert, und wir bleiben dran — jedes Jahr, solange ausgezahlt wird.

        Regel G + konservativer Planungssatz + jährlicher Review (Quote, Entnahmehöhe, Restdauer). Rente vs. Entnahme wird mit eigenem Deckungskapital je Weg gerechnet (Cockpit-Logik), nicht pauschal.

        Was wir nicht versprechen

        Keine Renditegarantien, kein „sicher verdoppeln", kein Timing-Zauber. Märkte schwanken — unser Versprechen ist, dass Ihre Veranlagung günstig, weltweit gestreut und regelgebunden bleibt, dass jede Änderung begründet wird und dass die Mathematik dahinter offenliegt. Wertentwicklungen der Vergangenheit sind kein verlässlicher Indikator für die Zukunft.

        Keine bezifferten Ersparnis- oder Renditeversprechen ohne individuelle Berechnung; „garantiert" nur für Vertragsleistungen der Rückdeckung; Musterportfolios ersetzen keine Einzelfallprüfung. Vor Kundeneinsatz: Swisscanto-Sonderkondition schriftlich (Limit pro Vertrag oder Zahlungsstrom? Sparplan?), VarioInvest-Bedingungen (Fondsanzahl, 5-%-Schritte, Switch-Kosten), KID-Abgleich, Hüllenkosten je Tarif ausweisen.